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明镜周刊

海德瑙禁止设置绊脚石引发批评Stolperstein-Verbot in Heidenau löst Kritik aus

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市议会的决定:海idenau(海德瑙)的绊脚石禁令引发批评在德累斯顿附近的海德瑙(Heidenau),未来将不再铺设用于纪念纳粹主义受害者的“绊脚石”(Stolpersteine)——市议会的这一决议引发了争议。批评意见主要来自萨克森州议会的社民党(SPD)。

Entscheidung im Stadtrat Stolperstein-Verbot in Heidenau löst Kritik aus In Heidenau bei Dresden sollen künftig keine Stolpersteine mehr zur Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus verlegt werden – der Beschluss des Stadtrates sorgt für Diskussionen. Kritik kommt etwa von der SPD im Sächsischen Landtag.

“将绊脚石从我们的日常生活中以及纪念文化中驱逐到城市边缘,我认为是错误的,”萨克森州议会社民党议员阿尔布雷希特·帕拉斯(Albrecht Pallas)表示。他指责选择党(AfD)此举意在淡化纳粹主义。帕拉斯敦促市议会重新考虑这一决定。“现在还为时不晚。”社民党议会党团表示,他们准备承担三块绊脚石的赞助费和相关成本。

»Die Stolpersteine aus unserem Alltag und Gedenkkultur an den Stadtrand zu verbannen halte ich für falsch«, erklärte der SPD-Landtagsabgeordnete Albrecht Pallas. Er warf der AfD vor, damit den Nationalsozialismus relativieren zu wollen. Pallas forderte den Stadtrat auf, die Entscheidung zu überdenken. »Noch ist es nicht zu spät.« Die SPD-Landtagsfraktion sei bereit, Patenschaften und Kosten für drei Stolpersteine zu übernehmen, hieß es.

萨克森州议会左翼党派纪念文化发言人路易丝·诺伊豪斯-瓦滕贝格(Luise Neuhaus-Wartenberg)对这一决定感到震惊。“通过禁止在公共区域设置更多绊脚石,一种特殊的纪念形式被排挤出了海德瑙的日常生活。”这是“完全错误的方向”。

Luise Neuhaus-Wartenberg, Sprecherin der Linksfraktion für Gedenkkultur im Sächsischen Landtag, zeigte sich entsetzt über die Entscheidung . »Mit dem Verbot weiterer Stolpersteine im öffentlichen Bereich wird eine besondere Form des Erinnerns aus dem Alltag Heidenaus verdrängt.« Der »völlig falsche Weg« Ein entsprechender Antrag von Stadträten von AfD und CDU wurde am Donnerstagabend mehrheitlich beschlossen. In einem fraktionsübergreifenden Beschlussantrag gemeinsam mit dem »Bündnis Oberelbe für mehr Demokratie« forderten Vertreter der beiden Parteien, Stolpersteine »im öffentlichen Straßen- und Gehwegbereich« künftig abzulehnen.

由选择党和基民盟(CDU)市议员提出的相关动议于周四晚间以多数票获得通过。在与“上易北河更多民主联盟”(Bündnis Oberelbe für mehr Demokratie)共同提交的一份跨党派决议草案中,两党代表要求未来拒绝在“公共道路和人行道区域”设立绊脚石。

Viele Bürger, Angehörige und Initiativen empfänden diese Form der Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus als nicht angemessen, hieß es in dem Antrag. Stattdessen solle das Gedenken vorzugsweise auf dem Nordfriedhof der Stadt stattfinden, so »dass ein direktes Betreten der Gedenkelemente ausgeschlossen ist«.

动议中称,许多市民、家属和倡议团体认为这种纪念纳粹主义受害者的形式并不恰当。相反,纪念活动应优先在该市的北部公墓进行,以便“排除直接踩踏纪念元件的可能性”。

Auch der Dresdner Grünen-Bundestagsabgeordnete Kassem Taher Saleh kritisiert den Beschluss. In Sachsen engagierten sich viele Menschen, um die Erinnerung an die Opfer des NS-Regimes sichtbar zu halten. »Es ist unerträglich, dass sich die CDU ausgerechnet in dieser Frage mit der AfD zusammentut.« Auch in München etwa werden keine Stolpersteine auf städtischem Grund verlegt. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, hatte die Stolpersteine vehement abgelehnt und sich für aus ihrer Sicht würdigere Alternativen ausgesprochen.

德累斯顿绿党联邦议院议员卡塞姆·塔赫尔·萨利赫也批评了这一决议。在萨克森州,许多人积极参与,以让人们对纳粹政权受害者的记忆保持可见。“令人无法忍受的是,基民盟偏偏在这一问题上与德国选择党结盟。”例如,在慕尼黑,市政土地上也不铺设绊脚石。慕尼黑和上巴伐利亚犹太文化社区主席夏洛特·诺布洛赫曾坚决反对铺设绊脚石,并主张采用她认为更庄重的替代方案。

Auch der Dresdner Grünen-Bundestagsabgeordnete Kassem Taher Saleh kritisiert den Beschluss. In Sachsen engagierten sich viele Menschen, um die Erinnerung an die Opfer des NS-Regimes sichtbar zu halten. »Es ist unerträglich, dass sich die CDU ausgerechnet in dieser Frage mit der AfD zusammentut.« Auch in München etwa werden keine Stolpersteine auf städtischem Grund verlegt. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, hatte die Stolpersteine vehement abgelehnt und sich für aus ihrer Sicht würdigere Alternativen ausgesprochen.

然而,诺布洛赫对海登瑙的决定也感到震惊。她向《芬克媒体集团》旗下报纸表示:“我从来不是绊脚石概念的拥护者,但有一点始终清晰明了:去中心化的纪念活动,不应被逐出公共空间,而恰恰应渗透并塑造公共空间,这对于真正的纪念文化至关重要。”她认为,将纪念场所从城市景观中移除是“完全错误的做法”。她表示:“我震惊于一个民主政党竟然充当帮凶,支持极右翼德国选择党如此透明的伎俩。”

Doch auch Knobloch reagierte mit Entsetzen auf die Entscheidung in Heidenau. »Ich war nie eine Freundin des Konzepts der Stolpersteine, aber eines war doch immer glasklar: Dezentrales Gedenken, das nicht aus dem öffentlichen Raum verbannt wird, sondern ihn gerade durchdringt und prägt, ist grundsätzlich entscheidend für eine echte Kultur des Erinnerns«, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es sei der »völlig falsche Weg«, Orte der Erinnerung aus dem Stadtbild zu entfernen. Sie sei »entsetzt, dass eine demokratische Partei sich dafür hergibt, ein so durchsichtiges Manöver der Extremisten von der AfD zu unterstützen«.